TGA & Umweltschutz

In Deutschland entfallen jährlich etwa 35% des gesamten Endenergieverbrauchs auf die Beheizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung und Kühlung in Gebäuden. 37% dieses Gebäudeendenergieverbrauchs fallen wiederum in Nichtwohngebäuden an. Das zeigt deutlich: Ohne moderneTechnische Gebäudeausrüstung (TGA) sind die nationalen Klimaschutzziele nicht zu erreichen. Der TGA-Branche kommt daher eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zu. Sie kann maßgeblich zur CO²-Reduzierung und somit zum Umweltschutz beitragen. Dazu braucht es – neben einer effizienten, wärmedämmenden Gebäudehülle und der Einbindung erneuerbarer Energien - auch intelligente und vernetzte Gebäudetechnik. Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht gleichzeitig eine smarte Steuerung, um sinkenden Energieverbrauch mit steigendem Wohnkomfort zu verbinden.


Geringer Aufwand, maximaler Erfolg.

Die aus Gründen des Klimaschutzes dringend erforderliche Reduktion der CO²-Emissionen ist teilweise mit hohem finanziellen Aufwand verbunden. Das Stichwort lautet: “CO²-Vermeidungskosten”. Doch gerade im Gebäudebereich lassen sich mit geringen Investitionsmaßnahmen enorme CO²-Einsparungen erzielen. Das belegt eine Studie, die das E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen, der Umweltcampus Birkenfeld und das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden erstellt haben. Allein im Bereich der Klima- und Lüftungstechnik können durch wirtschaftlich attraktive Maßnahmen jährlich bis zu 3 Millionen Tonnen CO² eingespart werden. „Entscheidend ist, dass sich bei zahlreichen Maßnahmen, beispielsweise bei der Installation von Wärmerückgewinnungssystemen oder bei der Betriebsoptimierung, negative Vermeidungskosten in Höhe von über 200 Euro pro Tonne CO² ergeben“, sagte Günther Mertz, Geschäftsführer der Verbände der Technischen Gebäudeausrüstung, die die Studie in Auftrag gaben. „Das heißt, die Investitionen rechnen sich innerhalb kürzester Zeit.“ Auch beim Einsatz neuer Kälteanlagen, beispielsweise in Supermärkten, Hotels oder Bürogebäuden, liegen die Vermeidungskosten bei lediglich 107 Euro pro Tonne CO². Deutschland läuft Gefahr, seine Klimaschutzverpflichtungen nur noch über den Zukauf von CO²- Zertifikaten aus anderen EU-Staaten erfüllen zu können. Dadurch drohen dem Bundeshaushalt – und damit dem Steuerzahler – Belastungen in Milliardenhöhe. „Deutlich sinnvoller wäre es, in CO²-Vermeidungsmaßnahmen in Deutschland zu investieren, als das Geld für Zertifikatzukäufe aus anderen EU-Staaten einzusetzen,“ sagte Professor Dr.-Ing. Dirk Müller, RWTH Aachen.