Als „Wirtschaftsvereinigung Wärme- und Gesundheitstechnik Württemberg-Baden e.V.“ wurde der heutige ITGA Baden-Württemberg vor 75 Jahren gegründet. Seitdem ist nicht nur viel Zeit vergangen, sondern auch sehr viel geschehen. Die Gründung des ITGA BW fiel 1946 in die unmittelbare Nachkriegszeit und die Besatzer nahmen skeptisch Einfluss auf jedes öffentliche Handeln. Die großen Städte waren zerstört, so auch Stuttgart. Der technische Aufbau der TGA musste zunächst aus Materialien, die aus der Trümmerlandschaft zusammengesucht wurden, bewältigt werden. Dass in den damaligen Zeiten überhaupt an die Gründung unseres Verbandes zu denken war, ist rückblickend erstaunlich – aber gleichermaßen auch nachvollziehbar. Die TGA-Branche war schon immer stark und mit einem ausgeprägten Sinn für ein „Zusammen“ ausgestattet.

Das zeigt sich auch heute – 75 Jahre später – noch eindrucksvoll. Zwar sind wir aktuell nicht den Herausforderungen der Nachkriegszeit ausgesetzt, haben aber dafür erneut mit einem Ereignis von globalem Ausmaß zu tun: Die Corona-Pandemie hält uns seit über einem Jahr in Atem und erfordert ein Umdenken im Umgang miteinander. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels und die Verknappung von fossilen Primärenergien. Umstände, die die TGA-Branche unmittelbar betreffen.

Die 75-jährige Geschichte unseres Verbands zeigt jedoch: Hürden gab es immer schon! Aber der Austausch innerhalb des ITGA BW und der Zusammenhalt der Branche beweisen immer wieder aufs Neue, dass die TGA am Puls der Zeit ist, mit den Veränderungen des Marktes umgehen und zukunftsorientiert handeln kann.

Umso mehr freuen wir uns darauf, wenn es die Umstände zulassen, dass der ITGA BW die Branche wieder verstärkt zusammenbringen kann – „in echt“. Denn das war auch schon vor 75 Jahren eines der Geheimnisse unseres Erfolgs, wie im „Bericht der Jahreshauptversammlung der Wirtschaftsvereinigung Wärme- und Gesundheitstechnik Württemberg-Baden e.V.“ vom 10. April 1947 nachzulesen ist:

„(…) Damit wurde gegen 13 ½ Uhr der geschäftliche Teil der Versammlung beendet, und das gemeinsame Mittagessen, an dem 64 Personen teilnahmen, eingenommen.
Die Mitglieder blieben daraufhin bei einigen Erfrischungen noch ein Stündchen zusammen, um Gedanken und Erinnerungen auszutauschen. Mancher benutzte die Gelegenheit, alte Bekannte nach langer Zeit wieder begrüßen zu können. (…)“

So oder so ähnlich hoffen wir, können wir es auch bald wieder in „Versammlungsberichten“ notieren. Passend wäre es heute ebenso wie vor 75 Jahren…